Elektronikladen einrichten: Demo-Fläche, Zubehörwand und Kasse richtig planen
Einen Elektronikladen einrichten heißt: drei Aufgaben in einer Fläche lösen — Ausprobieren ermöglichen, Zubehör verkaufen und Beratung mit Service verbinden. Dazu kommt die Kasse als Impulszone. Wer nur Regale aufstellt, verschenkt den einzigen Vorteil, den ein kleiner Elektronikladen gegen Onlinehandel und Großfilialisten hat: Die Kundschaft kann das Gerät in die Hand nehmen, den Bildschirm wischen, die Kamera testen und danach mit einem Menschen sprechen, der das Gerät erklärt.
Dieser Ratgeber zeigt die sechs Zonen, die passenden Möbel und die Regeln für Demo-Fläche, Zubehörwand, Licht, Glas und Rücknahme. Er ergänzt unsere Ratgeber Handyladen-Sicherheit: Smartphones in Theke und Vitrine schützen und Kiosk einrichten — dort geht es um den Handyhandel und den Kiosk, hier um die Elektronik-Branchenlösung mit Demo-Fläche und ElektroG-Rücknahme.
Der Markt 2025/2026: stabil — aber der Eigentümer der Großen wechselt
2025 gaben die Deutschen 46,9 Milliarden Euro für Home Electronics aus — exakt so viel wie im Vorjahr (±0,0 Prozent). Der Bereich Consumer Electronics lag bei 29,5 Milliarden Euro (−0,1 Prozent) (gfu/NIQ, HEMIX 2025, veröffentlicht 6. März 2026). Unterhaltungselektronik im engeren Sinn schrumpfte um 1,9 Prozent auf 7,8 Milliarden Euro; nur die IT wuchs. Der engere CE-Markt aus dem Branchenkompass (TV, Audio, Kopfhörer, Lautsprecher) ging um 4,6 Prozent auf 6,1 Milliarden Euro zurück — aber der TV-Absatz stieg um 3,2 Prozent auf 4,8 Millionen Geräte: Größere Bildschirme und Premium-Displays gewinnen, die Stückzahlen bei den Geräten dahinter schrumpfen.
Zwei Zahlen bestimmen Ihre Planung. Erstens ist der Onlinehandel im Elektronikbereich der größte Kanal: Amazon setzte in Deutschland mit Elektronik rund 12 Milliarden Euro um, MediaMarktSaturn 9,8 Milliarden Euro (EHI-Sonderauswertung 2024). Wer nur Ware ins Regal stellt und auf den Preis setzt, verliert gegen diese beiden. Zweitens wechselt der Eigentümer der Großen gerade: Die EU-Kommission hat am 3. November 2026 den Kauf von Ceconomy — der Mutter von MediaMarkt und Saturn — durch den chinesischen Onlinehändler JD.com genehmigt, mit zehn Jahre verbindlichen Auflagen (Geschäfte zu Marktbedingungen, Logistik- und Technikdienste auch für Wettbewerber). Der Vollzug wurde für die kommenden Tage angekündigt. Ceconomy setzte im Geschäftsjahr 2025/26 vorläufig 24,0 Milliarden Euro um und betreibt in Deutschland noch 390 Märkte. Das ist keine Meldung über kleine Läden — aber sie zeigt die Richtung: Gegen Preis und Logistik der Großen gewinnt ein kleiner Laden nicht. Er gewinnt über Ausprobieren, Beratung, Reparaturannahme und Zubehör am richtigen Platz.
Drittens ist der November Saison: Der HDE erwartet für November und Dezember 2026 im gesamten Einzelhandel 129,2 Milliarden Euro (+2 Prozent nominal) — das ist die Gesamtzahl für alle Branchen, keine Elektronikzahl, aber sie zeigt die Richtung: Der Black Friday am 27. November 2026, zwei Tage vor dem 1. Advent, ist der feste Termin für Aktionen, Demo-Tage und Zubehör-Bundles. Gleichzeitig war der September schwach (Einzelhandel real −2,3 Prozent zum Vorjahr, Destatis) und das Konsumklima liegt im November bei −30,8 (NIM/GfK). Wer jetzt einrichtet, plant für ein vorsichtiges, preisbewusstes Weihnachtsgeschäft — mit sichtbaren Preisen und einem klaren Ausprobier-Versprechen.
Die sechs Zonen Ihres Elektronikladens
Jede Zone hat eine klare Aufgabe — vom Eingang über die Demo-Fläche und die Zubehörwand bis zur Beratung, zur Kasse und zur Rücknahme.
| Zone | Aufgabe | Möbel-Schwerpunkt |
|---|---|---|
| 1. Eingang & Aktion | Erster Eindruck, Neuheiten, Saison | Aktionsdisplay, Mittelraumgondel |
| 2. Demo-Fläche | Ausprobieren: Smartphone, Tablet, Laptop, TV, Audio | Demo-Tische mit Strom, Lamellenwand für Zubehör |
| 3. Zubehörwand | Kabel, Hüllen, Ladegeräte, Kopfhörer — der Umsatzträger | Lamellenwand mit Haken und Böden |
| 4. Beratung & Service-Annahme | Reparaturannahme, Einrichten, Verkaufsgespräch | Verkaufstresen mit abschließbarem Stauraum |
| 5. Kasse & Impulszone | Bezahlen, Zusatzverkauf | Thekenvitrine mit LED, Kassenplatz |
| 6. Rücknahme & Lager | Altgeräte annehmen, Ware nachbestücken | Sammelbox mit Kennzeichnung, Lagerregal |
Planen Sie großzügige Gänge: Hauptgänge ca. 120–180 cm, Nebengänge ca. 90–120 cm — Planungswerte aus unserem Ratgeber Ladenregal kaufen. Die goldene Zone zwischen ca. 80 und 160 cm Höhe gehört Ihren Bestsellern und den margenstarken Zubehörartikeln. Denken Sie an Rollkoffer, Kinderwagen und Rollatoren: Gänge müssen breit genug sein, damit Kundschaft mit Wagen nicht zwischen Demo-Tischen stecken bleibt.
Der Kundenweg: Ausprobieren, dann beraten, dann bezahlen
Die Logik des Kundenwegs ist einfach — und sie bestimmt, wo welches Möbel steht. Die Kundschaft kommt mit einer Frage („Welches Smartphone hält den ganzen Tag?“) und will das Gerät anfassen. Also gehört die Demo-Fläche in den vorderen, hellen Teil des Ladens — nicht in die hinterste Ecke. Wer ein Gerät ausprobiert hat, braucht danach Beratung: Der Beratungsplatz liegt direkt hinter der Demo-Fläche, mit Blick auf die Geräte. Das Zubehör — Hüllen, Kabel, Ladegeräte, Kopfhörer — liegt auf dem Weg von der Demo-Fläche zur Kasse, weil es fast jeder braucht und fast jeder spontan mitnimmt. Die Kasse schließt den Weg ab; die Rücknahmezone liegt sichtbar, aber nicht im Weg — am besten nahe am Eingang, damit Altgeräte nicht durch den ganzen Laden getragen werden.
Das ist Planungslogik aus der Handelspraxis, keine deutsche Norm — aber sie funktioniert, weil sie dem Kaufverhalten folgt: Anfassen schafft Vertrauen, Beratung schafft den Abschluss, Zubehör auf dem Weg erhöht den Warenkorb.
Die Demo-Fläche: ein Möbel ist hier eine Infrastruktur
Im Elektronikhandel ist der Unterschied zu fast jeder anderen Branche: Das Produkt wird im Laden benutzt, nicht nur angeschaut. Jedes Demogerät muss geladen, eingeschaltet und einsatzbereit sein — ein ausgeschaltetes Smartphone auf einem Tisch verkauft nichts. Das heißt für die Planung:
Strom und Daten gehören unter den Tisch, nicht auf ihn. Planen Sie pro Demo-Tisch Steckdosen, Ladeeinheiten und Kabelführung unter der Platte — sichtbar sind nur die Geräte und kurze, saubere Kabel. Eine Steckdosenleiste auf der Tischplatte ist kein Detail, sie ist der Unterschied zwischen einem Laden, der professionell wirkt, und einem, der nach Provisorium aussieht.
Sicherung ist Pflicht, nicht Zubehör. Kleine, wertvolle Geräte brauchen Sicherungskabel oder abschließbare Halterungen — sonst wandern sie. Planen Sie die Sicherung von Anfang an mit, nicht nach dem ersten Diebstahl. Wertvolle Ware, die nicht demo-fähig ist, gehört hinter Glas — dazu mehr im Abschnitt Glas und Sicherheit.
Wärme einplanen. Dutzende Bildschirme, Ladeeinheiten und Vitrinenbeleuchtung erzeugen in einem kleinen Laden spürbare Wärme. Lüftung und Abstand zwischen den Geräten gehören in die Planung, bevor die Tische stehen.
Flexibel bleiben. Der Modellwechsel ist im Elektronikhandel schneller als in jeder anderen Branche: Mit jedem neuen Smartphone-Modell ändern sich Hüllen, Schutzfolien und Zubehör komplett. Demo-Tische und Zubehörwand müssen sich ohne Umbau neu bestücken lassen — modulare Möbel statt Fixbau. Grundlagen zu Thekenmaßen und Barrierefreiheit stehen in Kassentheke kaufen.
Die Zubehörwand: der Umsatzträger an der Wand
Die Zubehörwand ist die Fläche, die sich im Elektronikladen am häufigsten ändert — und die, die am meisten Umsatz pro Quadratmeter bringt. Hüllen, Kabel, Ladegeräte, Kopfhörer, Speicherkarten, Schutzfolien: kleine Preise, hohe Stückzahlen, hohe Marge. Die Wand muss das leisten:
Sortieren Sie nach Gerät, dann nach Zubehörart. Die Kundschaft kommt mit einem Gerät im Kopf — „iPhone 17″ oder „Samsung Galaxy“ — und sucht dann Hülle, Kabel und Ladegerät dazu. Gruppieren Sie die Wand nach Gerätemodell und dann nach Zubehörart, mit einem klaren Preisschild auf Augenhöhe. Eine Hülle ohne Preis ist eine Hülle, nach der niemand fragt.
Haken statt feste Böden. Eine Lamellenwand Weiß 120 × 120 cm mit schwarzen Aluschienen (49 € netto) lässt sich mit Haken, Böden und Haltern bestücken und ohne Werkzeug umhängen — bei jedem Modellwechsel, jeder Aktion, jeder Saison. Der drehbare Lamellenwand-Turm, weiß, 30 × 30 × 170 cm (249 € netto) stellt Zubehör drehbar in den Mittelraum — vier Seiten, 360 Grad drehbar, ideal für die Aktionsfläche. Grundlagen zu Paneelen, Nutenabstand und Brandschutzklassen stehen in Lamellenwand kaufen und Lamellenwand-Zubehör auswählen.
Die Griffzone gehört den Bestsellern. Die Zone zwischen ca. 80 und 160 cm Höhe ist die Griffzone — dort hängen die Hüllen und Kabel, die sich am schnellsten drehen. Schwere oder sperrige Ware steht unten, Dekoration und Saisonware oben.
Beratung und Service-Annahme: der Platz, der den Unterschied macht
Beratung ist das, was ein kleiner Elektronikladen besser kann als jeder Online-Shop — aber nur, wenn sie einen festen Platz hat. Ein Beratungsplatz braucht: einen Tresen mit abschließbarem Stauraum für Formulare, Schlüssel und Kleinteile, Platz für ein Demogerät und ein Ladekabel, und genug Ruhe, dass Kundschaft nicht im Gang steht.
Als Beratungsplatz mit abschließbarem Stauraum eignet sich ein Verkaufstresen mit abschließbarem Stauraum (Modell SE-CCB, 120 × 100 × 50 cm, 6 abschließbare Schubladen) — 400 € netto. Formulare, Schlüssel und Kleinteile verschwinden abschließbar; die Arbeitsfläche bleibt frei für das Beratungsgespräch. Wer einen Empfangsbereich mit Sitzplatz plant, findet Maße und Formen in Empfangstheke kaufen.
Reparaturannahme ist ein Service, kein Nebengeschäft. Seit dem 31. Juli 2026 gilt die EU-Richtlinie zum Recht auf Reparatur (2024/1799): Reparatur nach der Gewährleistung, sieben Jahre Ersatzteile bei Smartphones, zwölf Monate Gewährleistungsverlängerung nach einer Reparatur. Und ab dem 18. Februar 2027 müssen Akkus in tragbaren Geräten für Endnutzer entnehmbar und austauschbar sein (EU-Batterieverordnung 2023/1542). Wer Reparaturen annimmt — selbst oder über einen Partner —, braucht einen festen Annahmeplatz mit Quittung, Stauraum und einem klaren Ablauf. Das ist Marktinformation, keine Rechtsberatung.
Glas und Sicherheit: zeigen, aber schützen
Hochwertige Artikel — Kopfhörer, Smartwatches, Kameras, limitierte Geräte — gehören hinter Glas. Die Regel aus jedem unserer Branchenratgeber: ESG (Einscheiben-Sicherheitsglas, EN 12150) ist der Mindeststandard für eine Verkaufsvitrine. VSG (Verbund-Sicherheitsglas, EN 356) ist die höhere Stufe für besonders wertvolle Ware. Wichtig ist der Unterschied: ESG ist kein Einbruchschutz. Wer teure Ware über Nacht im Laden lässt, klärt Schutz und Versicherung vor der Eröffnung mit dem Versicherer — das Glas allein ersetzt keine Alarmanlage. Abschließbare Türen schützen im Tagesgeschäft vor Gelegenheitsdiebstahl. Grundlagen zu Typen, Glas und LED stehen in Glasvitrine kaufen und LED-Glasvitrine kaufen. Alle Angaben in diesem Abschnitt sind Marktinformationen, keine Rechtsberatung.
Die ElektroG-Rücknahmezone: Pflicht und Vertrauenssignal in einem
Wer Elektrogeräte verkauft, muss Altgeräte zurücknehmen — und die Rücknahme braucht einen festen Platz in der Fläche, kein Provisorium hinter der Kasse. Die Regeln im Überblick (Marktinformation, keine Rechtsberatung):
Wer ist betroffen? Vertreiber von Elektro- und Elektronikgeräten mit einer Verkaufsfläche von mindestens 400 m² für diese Geräte sind zur unentgeltlichen Rücknahme verpflichtet. Lebensmittelhändler ab 800 m² Gesamtverkaufsfläche, wenn sie mehrmals im Jahr Elektrogeräte anbieten, ebenfalls.
1:1-Rücknahme: Beim Kauf eines neuen Geräts muss ein Altgerät der gleichen Geräteart — im Wesentlichen gleiche Funktionen — am Ort der Abgabe oder in unmittelbarer Nähe unentgeltlich zurückgenommen werden.
0:1-Rücknahme: Bis zu drei kleine Altgeräte pro Geräteart (keine Außenabmessung größer als 25 cm) müssen auch ohne Neukauf unentgeltlich zurückgenommen werden — also zum Beispiel alte Handys, Kopfhörer oder Ladegeräte.
Was 2026 neu ist: Die vierte Novelle des Elektrogesetzes (ElektroG4) ist seit dem 1. Januar 2026 in Kraft; seit dem 1. Juli 2026 gelten ein neues verpflichtendes zweifarbiges Rücknahme-Logo sowie erweiterte Kennzeichnungs- und Informationspflichten — und die Rücknahme von Einweg-E-Zigaretten.
Praxis: Auch unterhalb der 400-m²-Schwelle ist eine sichtbare Rücknahmezone ein Vertrauenssignal — und sie braucht einen festen Platz: Sammelbox, Kennzeichnung, kein Provisorium. Planen Sie die Zone von Anfang an ein, mit genug Stauraum für die gesammelten Geräte und einem kurzen Weg zum Lager. Wer über der Schwelle liegt, klärt die Details mit der zuständigen Stelle, bevor er eröffnet.
Möbel für den Elektronikladen im Vergleich
Sieben Modelle aus dem Sortiment von 360 Shopmöbel, die in einem Elektronikladen die meiste Arbeit leisten. Die passenden Kategorien: Ladenregale, Verkaufstresen & Theken, Vitrinen & Schaukästen, Glasvitrinen mit LED, Lamellenwände & Zubehör und Kassentische.
| Modell | Wofür | Maße (Produktseite) | Preis (netto, zzgl. MwSt.) |
|---|---|---|---|
| Mittelraumgondel Weiß mit Rollen | Aktionsfläche, Neuheiten | 153,5 × 120 × 50 cm; 8 Böden | 199 € |
| Verkaufstresen mit LED & Glasvitrine SE-FDUV | Demo- und Kassentheke mit beleuchteter Vitrine | 120 cm breit, Glas 50 cm hoch; 6 mm Glas, 6 LEDs | 649 € |
| Verkaufstheke Weiß mit LED und Vitrine SE-KWA37 | Kasse und Beratung, abschließbar | 150 cm breit; Schublade, Ablagefächer | 649 € |
| Verkaufstresen mit abschließbarem Stauraum SE-CCB | Beratung und Service-Annahme | 120 × 100 × 50 cm; 6 abschließbare Schubladen | 400 € |
| Lamellenwand-Turm, drehbar, weiß | Drehbare Zubehör-Präsentation | 30 × 30 × 170 cm; 360° drehbar | 249 € |
| Lamellenwand Weiß 120 × 120 cm mit schwarzen Aluschienen | Zubehörwand | 120 × 120 cm | 49 € |
| Glasvitrine mit LED und Schiebetüren (100 × 40 × 220 cm, 6 mm Sicherheitsglas, 3 LED-Strahler, 4 Glasböden) | Premium-Artikel hinter Glas | 100 × 40 × 220 cm; abschließbare Schiebetüren | 629 € |
Alle Preise im Shop sind Nettopreise zzgl. 19 % MwSt.; Zahlung per Überweisung, Versandkosten werden nach der Bestellung berechnet.
Ehrlicher Hinweis zum Sortiment: 360 Shopmöbel liefert Verkaufs- und Präsentationsmöbel — Theken, Vitrinen, Regale, Gondeln und Lamellenwände. Nicht im Sortiment sind Demogeräte, Sicherungssysteme, Kassensoftware und Werkstattausrüstung. Planen Sie diese Positionen separat ein und stimmen Sie die Möbelmaße mit den jeweiligen Lieferanten ab, bevor Sie bestellen.
Licht: neutralweiß verkauft Technik
Licht entscheidet, ob Technik nach Technik aussieht. Die Regel aus der Lichtplanung: Planen Sie den Verkaufsraum mit neutralweißem Licht von ca. 4.000 K als Grundlicht — das kommt dem Tageslicht am nächsten und gibt Farben ehrlich wieder. Bildschirme, Displays und Gehäuse wirken unter neutralweißem Licht so, wie sie sind; warmes Licht lässt sie gelblich wirken. Warmweißes Licht von 2.700 bis 3.000 K setzen Sie als Akzent ein, etwa an der Beratungs-Ecke oder in der Wartezone — nicht an der Demo-Fläche. Wichtig: eine Lichtfarbe pro Wand — wer neutralweiß und warmweiß mischt, lässt die Ware fleckig wirken. Achten Sie auf einen Farbwiedergabeindex (CRI) von 90 oder höher, wo Farbe zählt, und darauf, dass LED-Leuchten austauschbar sind: Die EU-Verordnung 2019/2020, Artikel 4, verlangt die Austauschbarkeit von Lichtquellen und Betriebsgeräten.
Kasse und Impulszone: der profitabelste Quadratmeter
Jede Kundschaft passiert die Kasse und wartet dort ein paar Sekunden — die Kasse ist der profitabelste Ort, um den durchschnittlichen Warenkorbwert zu steigern. Der ideale Impulsartikel im Elektronikladen ist klein, nützlich und preislich attraktiv: ein Kabel, ein Ladegerät, eine Schutzfolie, ein kleiner Kopfhörer. Stellen Sie ihn in Griffhöhe an die Warteschlange, nicht in die unterste Reihe. Die Thekenvitrine mit LED SE-FDUV (120 cm breit, Glasaufbau 50 cm hoch) stellt genau diese Artikel beleuchtet aus — 649 € netto.
Bleiben Sie bei der bedienten Kasse. Nach IHL-Daten sinken Impulskäufe an der Selbstbedienungskasse um 45,4 Prozent — der persönliche Kontakt an der Theke verkauft mit. Für ein kleines Geschäft ist die bediente Theke meist die bessere Wahl: Sie schützt den Impulsverkauf und die Beratung. Maße, Barrierefreiheit und die Impulszone am Kassenplatz behandeln wir im Ratgeber Kassentheke kaufen.
Checkliste: Elektronikladen einrichten in 10 Punkten
- Zonenplan zeichnen: Eingang/Aktion, Demo-Fläche, Zubehörwand, Beratung/Service-Annahme, Kasse, Rücknahme — mit Gängen (Hauptgänge ca. 120–180 cm).
- Kundenweg festlegen: Ausprobieren vorne, Beratung dahinter, Zubehör auf dem Weg zur Kasse, Rücknahme sichtbar am Eingang.
- Demo-Fläche als Infrastruktur planen: Strom und Daten unter den Tischen, Sicherungskabel, Wärme und Lüftung — kein Provisorium.
- Zubehörwand modular aufbauen: Lamellenwand mit Haken und Böden, Griffzone ca. 80–160 cm für Bestseller, Sortierung nach Gerät, dann nach Zubehörart.
- Glas und Sicherheit klären: ESG (EN 12150) als Minimum, VSG (EN 356) für hochwertige Stücke, Versicherer fragen — ESG ist kein Einbruchschutz.
- Rücknahmezone von Anfang an einplanen: Sammelbox mit Kennzeichnung, Stauraum, kurzer Weg zum Lager; ElektroG-Schwelle (400 m²) und 1:1-/0:1-Regeln prüfen.
- Reparaturannahme als Service einplanen: Annahmeplatz mit Quittung und Stauraum; Recht auf Reparatur und Batterieverordnung im Blick behalten.
- Lichtfarbe je Zone festlegen: neutralweiß ca. 4.000 K für Demo-Fläche und Verkaufsraum, warmweiß 2.700–3.000 K nur als Akzent, eine Lichtfarbe pro Wand, CRI 90+ wo Farbe zählt.
- Kasse als Impulszone planen: Thekenvitrine mit LED für Kabel, Ladegeräte und Kopfhörer; Stauraum für Kassenrollen und Formulare.
- Budget mit Rechenbeispielen prüfen: Unsere Kosten-Rechenbeispiele für Ladeneinrichtung helfen bei der Einordnung — und die kostenlose 3D-Ladenplanung zeigt Ihre Fläche vor dem Kauf.
6 Tipps für Ihren Elektronikladen
- Verkaufen Sie das Ausprobieren. Ein geladenes, eingeschaltetes Demogerät verkauft mehr als jede Werbung — ein ausgeschaltetes verkauft nichts.
- Sortieren Sie Zubehör nach Gerät, nicht nach Marke. Die Kundschaft kommt mit einem Modell im Kopf und sucht dann Hülle, Kabel und Ladegerät dazu.
- Nutzen Sie den November. Black Friday am 27. November 2026 und der 1. Advent am 29. November sind die festen Termine für Demo-Tage, Aktionen und Zubehör-Bundles.
- Wechseln Sie die Zubehörwand mit dem Modellzyklus. Jedes neue Smartphone-Modell bringt neue Hüllen und Kabel — die Wand muss sich ohne Umbau neu bestücken lassen.
- Machen Sie die Beratung sichtbar. Ein fester Beratungsplatz mit abschließbarem Stauraum schafft mehr Vertrauen als jede Werbung — und die Reparaturannahme bringt Kundschaft wieder in den Laden.
- Planen Sie die Fläche vor dem Kauf in 3D. Die kostenlose 3D-Ladenplanung zeigt, ob Demo-Fläche, Zubehörwand und Kasse wirklich passen.
Häufige Fragen zum Elektronikladen einrichten
Welche Möbel brauche ich mindestens für einen Elektronikladen?
Demo-Tische mit Strom und Sicherung für die Geräte, eine Lamellenwand für Zubehör, eine Theke mit Vitrine für Kasse und Beratung sowie ein Tresen mit abschließbarem Stauraum für Formulare und Kleinteile. Demogeräte, Sicherungssysteme und Kassensoftware kommen separat dazu.
Was muss ich bei der Rücknahme von Altgeräten beachten?
Vertreiber mit mindestens 400 m² Verkaufsfläche für Elektrogeräte müssen Altgeräte unentgeltlich zurücknehmen: 1:1 beim Neukauf eines Geräts der gleichen Art, 0:1 bis zu drei kleine Altgeräte (keine Außenabmessung über 25 cm) auch ohne Neukauf. Seit dem 1. Juli 2026 gelten ein neues Rücknahme-Logo und erweiterte Informationspflichten. Das ist Marktinformation, keine Rechtsberatung.
Wie präsentiere ich Zubehör richtig?
Nach Gerät sortieren, dann nach Zubehörart — mit Preisschild auf Augenhöhe. Die Griffzone zwischen ca. 80 und 160 cm gehört den Bestsellern. Eine Lamellenwand mit Haken lässt sich bei jedem Modellwechsel ohne Umbau neu bestücken.
Welches Licht braucht ein Elektronikladen?
Neutralweißes Licht von ca. 4.000 K als Grundlicht für Demo-Fläche und Verkaufsraum, warmweiß von 2.700 bis 3.000 K nur als Akzent. Eine Lichtfarbe pro Wand, CRI 90 oder höher, wo Farbe zählt. LED-Leuchten müssen nach der EU-Verordnung 2019/2020 austauschbar sein.
Was kostet die Einrichtung eines Elektronikladens?
Das hängt von Fläche, Sortiment und Ausstattung ab. Einen Überblick mit Rechenbeispielen geben unsere Ladeneinrichtung Kosten 2026: Rechenbeispiele. Alle Möbelpreise im Shop sind Nettopreise zzgl. MwSt.; Versandkosten werden nach der Bestellung berechnet.
Planen Sie Ihren Elektronikladen mit der kostenlosen 3D-Ladenplanung — oder schreiben Sie uns über Kontakt, wenn Sie Fragen zu Möbeln, Maßen oder Lieferung haben.